Seit Jahrzehnten ist die manuelle Lymphdrainage die Basistherapie in der Lymphologie. Der Lymphtherapeut wird durch sanfte Streichungen der Haut die Fähigkeit der Lymphgefäße anregen, Flüssigkeit herzwärts zu transportieren und sie so aus der betroffenen Extremität wieder ins zirkulierende System des Blutkreislaufs zurückführen.

Damit dieser Effekt erhalten bleibt, ist eine flachgestrickte Kompression der betroffenen Extremität zwingend notwendig. In der akuten Phase durch Bandagierung endödematisiert, wird die chronische Phase durch Bestrumpfung komplettiert.

Manuelle Lymphdrainage und Kompression müssen durch eine exzellente Hautpflege zur Vermeidung von Infekten ergänzt werden. Diese Methoden werden unter dem Begriff der Komplexen Entstauungstherapie zusammengefasst und stellen das konservative Behandlungskonzept beim Lymphödem dar.

 

  • In Ergänzung der Komplexen Entstauungstherapie kann apparativ-intermittierende Kompression eingesetzt werden. Die Leistung des Apparates ersetzt die Arbeit des Physiotherapeuten jedoch nicht.