Während die Lymphgefäßtransplantation zur Überbrückung eines Schadens am Gefäßsystem in wenigen ausgewählten Fällen angezeigt ist, führt die operative Entfernung des umfangvermehrenden Gewebes beim sekundären Lymphödem nicht nur zu einer Verbesserung des Lymphflusses, sondern auch zu einer Wiederherstellung der Symmetrie zwischen betroffener und nicht betroffener Extremität.

 

Die von Brorson 1998 entwickelte Liposuction beim sekundären Lymphödem wurde 2005 von Cornely modifiziert und zur Lymphologische Liposculptur nach Prof. Cornely™ verändert. Zielsetzung der sanften Entfernung des zwischen Haut und Muskel liegenden Proteoglycan-Gewebes ist die Wiederherstellung der Kontur der betroffenen Extremität und die Entfernung der soliden schwammartigen Substanz.

 

Die Lymphologische Liposculpture wird in einer den Patienten ruhigstellenden Schmerzausschaltung sowie einer lokalen Betäubung des Gewebes an der Extremität durchgeführt. Eine intensive lymphologische konservative Therapie muss in unmittelbarem Anschluß an den Eingriff für vier Wochen erfolgen.

 

  • Im Idealfall kann nach der Operation auf 80% der ursprünglichen Entstauungstherapie verzichtet werden. Die Ergebnisse - schlanke Extremität und weniger Lymphödem - sind dauerhaft.