Ein Lipödem erkennen

Arme und Beine werden immer umfangreicher und Sie leiden unter starken Schmerzen in den Extremitäten? Eine Fettverteilungsstörung verursacht viele Beschwerden und schränkt das Leben der Patientinnen stark ein. Viele Betroffene sind jedoch unsicher, wie sich ein Lipödem erkennen lässt und auch in vielen Hausarztpraxen wird diese Krankheit noch weitgehend unterschätzt. Eine frühzeitige Diagnose ist jedoch unverzichtbar für eine erfolgreiche Behandlung, daher erfahren Sie hier, wie Sie ein Lipödem erkennen.

 

Die 7 wichtigste Punkte vorab:

  • Das Lipödem ist eine angeborene, chronische Fettverteilungsstörung, die überwiegend an Hüften und Beinen sowie oft auch an den Armen auftritt.
  • Eine Heilung ist ausschließlich durch einen operativen Eingriff möglich.
  • Linderung der Symptome durch konservative Therapie.
  • Es sind nahezu ausschließlich Frauen betroffen, verantwortlich sind vermutlich genetische und hormonelle Ursachen.
  • Typische Symptome sind: geschwollene Beine, Druckschmerzen, Ödembildung, Spannungs- und Schweregefühl in den Extremitäten, Neigung zu Hämatomen und Missverhältnis der Körperproportionen.
  • Schlanke und normal gewichtige Frauen sind ebenso häufig betroffen wie übergewichtige Patientinnen.
  • Die unkontrollierte Vermehrung des Fettgewebes tritt symmetrisch auf. Dies bedeutet an beiden Beinen und/oder an beiden Armen.
Krankheitsbild Lipödem Stadium 1 bis 3


Das Lipödem ist eine chronische Erkrankung. 
Die Schuld liegt nicht bei Ihnen!


Was ist ein Lipödem?

Das Lipödem (Lipohyperplasia Dolorosa, LiDo)ist eine chronische Fettverteilungsstörung, von der nahezu ausschließlich Frauen betroffen sind. Das Krankheitsbild ist angeboren. Im Laufe der Erkrankung kommt es zu einer unkontrollierten Vermehrung des Unterhautfettgewebes, die in erster Linie an den Beinen bis zur Hüfte auftritt, in den meisten Fällen sind auch die Arme betroffen. Charakteristisch ist insbesondere das symmetrische Auftreten der Fettverteilung. Da Hände, Füße, Gesäß und Rumpf nicht betroffen sind, kommt es zu einem Missverhältnis der Körperproportionen, wie beispielsweise voluminösen Beinen bei einem schlanken Oberkörper.

Ursachen für die Entstehung des Lipödems

Die Ursachen für die Entstehung des Lipödems sind nach aktuellem Stand noch nicht abschließend geklärt. Es wird jedoch eine genetische Prädisposition angenommen, da vielfach eine familiäre Häufung der Krankheitsfälle zu beobachten ist, und nicht selten sind mehrere Familienmitglieder erkrankt. Zudem scheint der Einfluss von Hormonen eine wesentliche Rolle zu spielen, da in Phasen hormoneller Umstellung ein erstmaliges Auftreten oder eine Verschlimmerung der Erkrankung zu verzeichnen ist: 

  • in der Pubertät
  • während oder nach der Schwangerschaft
  • in der Menopause

Verhütungsmittel haben keinen Einfluss auf die Entwicklung des Krankheitsbildes, stark Östrogen haltige Antikonzeptive sollten aber gemieden werden.
Bei Männern tritt die Erkrankung nur in Ausnahmefällen auf, beispielsweise aufgrund hormoneller Störungen im Rahmen von Krebs, Leberzirrhose oder anderen Krankheiten. Nach Schätzungen sind in Deutschland ca 8 bis 10 Prozent der Frauen betroffen, also knapp vier Millionen. In den meisten Fällen zeigen sich erste Symptome zwischen dem zwanzigsten und dreißigsten Lebensjahr.

 

Betroffene Patientinnen haben angeboren mehr Fettzellen im Bereich der Beine und Arme. Für diese unkontrollierte Vermehrung des Unterhautfettgewebes ist neben der angeborenen vermehrten Anzahl der Fettzellen vermutlich auch eine genetetische und hormonell bedingte Veränderung verantwortlich. 
Nach Beendigung der Pubertät kommt es im Regelfall nicht mehr zu einer Zellvermehrung, sondern nur noch zu einem Größenwachstum der Fettzellen. Ein weiterer Aspekt ist die erhöhte Durchlässigkeit der feinen Blutgefäße (Kapillaren) in den betroffenen Körperbereichen. 



Lipödem erkennen - typische Anzeichen

 

 

 

Typische Anzeichen: Wie erkenne ich ein Lipödem?

 

Viele Patientinnen sind verunsichert und fragen sich:
Wie erkenne ich ein Lipödem?
Die Erkrankung ist nicht mit Adipositas zu verwechseln und tritt keineswegs nur bei übergewichtigen Patientinnen auf. Schlanke oder normal gewichtige Frauen sind ebenso häufig betroffen.

 

 

 

 

 

 

 

 

9 charakteristische Lipödem-Symptome sind:

 

1. Geschwollene Beine:

Das vermehrte Fettgewebe und die Flüssigkeitsansammlungen sind typische Anzeichen. Insbesondere abends klagen viele Patientinnen über häufig überaus stark geschwollene Beine. Langes Sitzen oder Stehen sowie sommerliche Hitze fördern zusätzlich die Wassereinlagerung im Gewebe.

 

2. Ödembildung an den Extremitäten:

Über das durchlässige Gefäßsystem gelangt deutlich mehr Flüssigkeit in das Gewebe und gleichzeitig ist das Lymphsystem nicht mehr in der Lage, die Wasseransammlungen in ausreichendem Maße abzutransportieren. Es entstehen Eiweiß-Zucker-Komplexe mit Wassereinlagerungen, die den Druck im Gewebe weiter erhöhen.

 

3. Spannungs- und Schweregefühl:

Aufgrund des vermehrten Fettgewebes und der übermäßigen Wassereinlagerungen fühlen sich die Beine schwer an. Es kommt zu einem gesteigerten Spannungsgefühl, dauerhaften Schmerzen und einer erhöhten Sensibilität auf Berührungen.

 

4. Schmerzen und erhöhte Druckempfindlichkeit:

Charakteristisch sind ein unangenehmes Spannungsgefühl und erhöhte Druckempfindlichkeit in bestimmten Bereichen. Viele Betroffene nehmen bereits leichte Berührungen als sehr unangenehm und schmerzhaft war.

 

5. Gesteigerte Neigung zu Hämatomen:

Als Folge der fragileren Kapillaren neigen Patientinnen bereits bei leichten Stößen zur Bildung von Hämatomen, da die feinen Blutgefäße geschwächt sind und bereits bei kleinsten Belastungen reißen. Selbst ein kaum spürbarer Stoß führt bei vielen Betroffenen zur Entstehung von Hämatomen.

 

6. Missverhältnis der Körperproportionen:

Mit fortschreitender Erkrankung zeigt sich ein deutliches Missverhältnis der Körperproportionen, beispielsweise ein schlanker Oberkörper und voluminöse Beine. Hände und Füße sind nie betroffen, sondern schlank. An den Gelenken kann eine charakteristische Kragenbildung entstehen.

 

7. Verändertes Hautbild:

Je nach Krankheitsstadium verändert sich das Erscheinungsbild der Haut. Die Bandbreite reicht von leichten Dellen bis zu großen Fettlappen und tiefen Beulen. Häufig lassen sich unterschiedlich große Knötchen erfühlen.

 

8. Gangbehinderung und Wundscheuern:

Insbesondere an den Oberschenkel-Innenseiten behindern die ausgeprägten Fetteinlagerungen das Gehen und stören das Gangbild. Die Hautstellen scheuern aneinander und werden wund, in der Folge kann es sogar zu Entzündungen und offenen Wunden kommen.

 

9. Fehlstellungen und Gelenkverschleiß:

Bleibt die Erkrankung dauerhaft unbehandelt, kann aus dem gestörten Gangbild langfristig eine Fehlstellung der Beine entstehen.

Das hohe Gewicht und falsche die Belastung können eine übermäßige Beanspruchung und einen schnelleren Verschleiß der Gelenke zur Folge haben.

 

Viele Patientinnen berichten von einem langen Leidensweg, da das Lipödem nicht immer leicht zu diagnostizieren ist und sich nur schwer von klassischem Übergewicht unterscheiden lässt. Eine möglichst frühzeitig gestellte Diagnose ist jedoch für die richtige Behandlung des Lipödems von unschätzbarem Wert.

 

Wie erkenne ich ein Lipödem? Führen Sie selbst einen einfachen Lipödem-Test durch und erkennen Sie die klassischen Symptome. Folgende 12 Anzeichen sind typisch:

 

- symmetrische Fettpolster an Armen und Beinen

- geschwollene Beine

- Spannungs- und Schweregefühl in den Extremitäten

- erhöhte Druckempfindlichkeit

- Beine schmerzen

- es entstehen grundlos Hämatome

- verstärkte Neigung zu Besenreisern

- proportionales Missverhältnis von Ober- und Unterkörper

- dauerhaft kaltes Gefühl in den Beinen

- grobes und knotiges Hautbild, Cellulite an den Beinen

- trotz Gewichtsreduktion keine Veränderung der Fettansammlungen an den Beinen

- Fettansammlungen enden klar abgegrenzt an Fuß- bzw. Handgelenken (Kragenbildung)

 

Liegt der Verdacht auf ein Lipödem vor, sollten Sie sich zur Abklärung an einen erfahrenen Phlebologen oder Lymphologen wenden.


Gerne helfen wir Ihnen bei der Diagnose. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns für einen Beratungstermin.

 

 


Lipödem ist ausdrücklich keine besondere Form der Adipositas, des Übergewichts. Sie ist nicht durch Diätfehler erworben. „Die Patientinnen haben nichts falsch gemacht.“ Wer unter einem Lipödem leidet, der bildet in den Extremitäten mehr Lymphe, als von gesunden Lymphgefäßen abgebaut werden kann, unter anderem verursacht durch eine genetische Disposition.


Lipödem-Test: Wie lässt sich ein Lipödem erkennen?

Es gibt derzeit keinen Lipödem-Test und auch keine Laboruntersuchungen, mit denen sich die Erkrankungen zweifelsfrei nachweisen lässt. Anamnese und körperliche Untersuchung sind daher die wichtigsten Instrumente, um ein Lipödem zuverlässig zu erkennen. Folgende Punkte helfen bei der Anamnese:  

Die Lipödem-Anamnese:

Im Gespräch fragt der Arzt nach charakteristischen Beschwerden wie Schmerzen, Schweregefühl in den Gliedmaßen und einer gesteigerten Neigung zu Hämatomen. Weitere Punkte sind hormonelle Veränderungen und die Frage nach weiteren Betroffenen in der Familie.

Körperliche Untersuchung:

Der Arzt achtet bei der körperlichen Untersuchung einer Patientin auf eine symmetrische Anordnung der Fettpolster und nimmt die Körperproportionen genau in Augenschein. Er tastet die Haut ab und drückt das Gewebe ein. Bleibt keine Delle zurück, kann dies für ein Lipödem sprechen.

Bei der Untersuchung palpiert (sanfte Druckentwicklung auf das Unterhautfettgewebe) der Arzt die veränderten Areale an Armen und Beinen. Auffällig ist dabei der Vergleich der Schmerzsensation und Empfindlichkeit zwischen Bauch- und Unterhautfettgewebe der Extremitäten.

 

Der früher übliche Kneif-Test ist obsolet geworden, dieser Test ist viel zu grob und hat für die Diagnosefindung keine wirkliche Aussagekraft, da auch das Schmerzempfinden der Patientinnen unterschiedlich ist.

 

Der Stemmer-Test kann zur Unterscheidung eines Lipödems von einem Lymphödem im weitesten Sinne als Lipödem-Test bezeichnet werden. Lässt sich hierbei die Hautfalte zwischen Zeige- und Mittelfinger oder zwischen dem zweiten und dritten Zeh problemlos anheben, spricht dieser Test gegen ein Lymphödem. Beim Lipo-Lymph-Ödem ist dieser Test jedoch nicht zuverlässig.

 

Da kein laborgestützter Lipödem-Test existiert, sind Betroffene darauf angewiesen, dass ein erfahrener Mediziner bei einer Gewichtszunahme/einer Zunahme des Umfangs an Armen und Beinen oder entsprechenden Beschwerden die richtige Diagnose stellt. Leider kommt es häufig vor, dass ein Lipödem lange unerkannt bleibt und als Fettleibigkeit fehlgedeutet wird.

Symptome Lipödem

Die unterschiedlichen Stadien des Lipödems

 

Die Erkrankung verläuft in 3 Stadien:

Lipödem Stadium 1

Stadium 1:

- weitgehend glatte Hautoberfläche
- gleichmäßig, leicht verdicktes Unterhautfettgewebe
- Fettstruktur weist feine Knötchen auf

Lipödem Stadium 2

Stadium 2:

- wellenartige Hautoberfläche mit deutlichen Unebenheiten

- verdicktes Gewebe

- Fettstruktur weist Knötchen auf

Lipödem Stadium 3

Stadium 3:

- stark ausgeprägte Umfangsvermehrung

- sehr grobe Hautoberfläche mit Dellen und Verhärtungen

- grobe Furchen, Überhänge und Fettlappen (Wammenbildung)


Mediziner unterscheiden zudem entsprechend der Lokalisation sieben Typen der Lipohyperplasia Dolorosa (LiDo). Diese Einteilung in Typen ist deskriptiv und hat keinerlei Relevanz für die benötigte Therapie.

  1. Oberschenkel-Typ
  2. Unterschenken-Typ
  3. Waden-Typ
  4. Ganzbein-Typ
  5. Oberarm-Typ
  6. Unterarm-Typ
  7. Ganzarm-Typ

Es ist zu beachten, dass häufig Mischformen bestehen. In vielen Fällen liegt beispielsweise ein Lipödem mit einer begleitenden Adipositas vor. In diesem Fall ist neben den charakteristischen Lipödem-Symptomen zusätzlich eine generalisierte Fettvermehrung am gesamten Körper und nicht nur an den Extremitäten feststellbar.

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Unterschiede zwischen LIPÖDEM und LYMPHÖDEM schnell erkennen

Der Unterschied zwischen einem Lipödem und einem Lymphödem lässt sich schnell erkennen:

 

- ein Lymphödem tritt asymmetrisch nur auf einer Seite des Körpers auf

- in der Regel ist es schmerzfrei

- Hände und / oder Füße sind beim Lymphödem mit betroffen

 

Im weiteren Krankheitsverlauf des Lipödems kann es jedoch zu einer Mischform kommen, da sich der kontinuierliche Druck im Gewebe erhöht und die Lymphflüssigkeit nicht mehr richtig abfließen kann. Ohne ausreichende und professionelle Behandlung besteht die Gefahr, dass ein sekundäres Lymphödem entsteht und die ohnehin belasteten Bereiche weiter anschwellen. Dieses Krankheitsbild wird von Phlebologen  als LIPO-LYMPH-ÖDEM bezeichnet.

Lymphdrainage - konservative Therapie Lipödem


Die chronische Fettverteilungsstörung ist für die meisten Patientinnen mit einem hohen Leidensdruck verbunden.


Lipödem: typische Schmerzen

Neben der Stigmatisierung durch die Gesellschaft und der psychischen Belastung sind insbesondere die starken Schmerzen als typische Auswirkungen der Erkrankung zu nennen. Die Ausprägung ist zwar von Frau zu Frau verschieden, unabhängig vom Krankheitsstadium berichten jedoch rund 80 Prozent aller Patientinnen von starken Schmerzen in den betroffenen Körperregionen. Bereits leichte Berührungen können starke Schmerzen verursachen, typisch sind zudem dauerhafte Druckschmerzen. In der Regel schwellen die Beine durch langes Stehen oder längeres Gehen weiter an und die Beschwerden verstärken sich. Nach dem Treppensteigen treten eine übermäßige Schwere und ein brennendes Gefühl in den Beinen auf. Für das gesteigerte Druck- und Spannungsgefühl sowie die starken Schmerzen gibt es im Wesentlichen zwei Ursachen. Bereits die stark vergrößerten Fettzellen üben Druck aus, der ein unangenehmes Spannungsgefühl zur Folge hat. Da es zusätzlich zu einer vermehrten Wasseransammlung im betroffenen Gewebe kommt und das Lymphsystem die Flüssigkeit nicht mehr ausreichend abtransportieren kann, erhöht sich der Druck noch weiter. Das Resultat ist ein deutlich gesteigertes Schmerzempfinden. Zusätzlich kann es im weiteren Verlauf zu sekundären Beschwerden wie Haltungsschäden, Gelenkverschleiß oder Fehlstellungen kommen, die ebenfalls Schmerzen verursachen.


Die konservative Therapie bei Lipödem kann jedoch lediglich die Symptome lindern, eine Fettreduktion oder eine Verminderung des Umfangs der betroffenen Körperbereiche erfolgt hingegen nicht. Damit die Behandlung erfolgreich ist, muss die KPE ein Leben lang konsequent durchgeführt werden. Dies schließt selbstverständlich das permanente Tragen von individuell angepasster Kompressionskleidung ein.


Lipödem-Behandlung: Ist das Lipödem heilbar?

Ein Lipödem ist eine ernste lymphologische Erkrankung und nach derzeitigem Stand nicht heilbar.

Die krankhaften Fettpolster lassen sich nicht durch Diät oder Sport reduzieren, mittels genau abgestimmter Behandlung kann lediglich eine Linderung der Beschwerden erfolgen.

Als gängige Behandlungsform gilt die konservative Therapie (KPE = komplexe physikalische Entstauungstherapie), die eine manuelle Lymphdrainage (MLD) mit einer individuell abgestimmten Kompressionsbehandlung kombiniert. Sie zielt darauf ab, manuell den Lymphfluss in die Lymphbahnen zu lenken und somit den Druckschmerz zu lindern. Begleitend ist das Tragen von passenden Kompressionsstrümpfen wichtig, um das durch die MLD erzielte Ergebnis zu konservieren. Die konservative Therapie ist ein ganzheitliches Konzept, bei dem auch das Selbstmanagement der jeweiligen Patientin eine entscheidende Rolle spielt. Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und eine gute Hautpflege sollten daher nicht vernachlässigt werden. Die konservative Therapie bei Lipödem kann jedoch lediglich die Symptome lindern, eine Fettreduktion oder eine Verminderung des Umfangs der betroffenen Körperbereiche erfolgt hingegen nicht. Damit die Behandlung erfolgreich ist, muss die KPE ein Leben lang konsequent durchgeführt werden. Dies schließt selbstverständlich das permanente Tragen von individuell angepasster Kompressionskleidung ein.


Rund 95 % aller Patientinnen bestätigen eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität.

Rund 97 % der Behandelten sind nach der OP schmerzfrei und benötigen keine konservative Therapie mehr.


Lymphologische Liposuktion: die operative Therapieoption

Das Lipödem wird als chronische Erkrankung definiert und schreitet im weiteren Verlauf kontinuierlich voran. Neben hormonellen Veränderungen im Zuge von Pubertät, Schwangerschaft oder Menopause können weitere Faktoren wie Stress und langes Stehen das Voranschreiten der Erkrankung begünstigen. Trotz gesunder Ernährung, Sport, Lymphdrainagen und Kompressionskleidung kann es daher im Laufe der Zeit zu einer deutlichen Verschlechterung und in der Folge zu starker seelischer Belastung und erheblichen Einschränkungen im Alltag kommen.

 
Alternativ zur KPE bietet sich in bestimmten Fällen die operative Therapie bei Lipödem (Lymphologische Liposculptur n. Cornely®, eine spezielle Form der Fettabsaugung) an. Von den meisten Krankenkassen werden die Kosten ab Stadium III übernommen. Die Operation ist klar von einer kosmetischen Fettabsaugung zu unterscheiden, da sie als medizinisch indizierter Eingriff explizit unter größtmöglicher Schonung des Lymphgefäßsystems erfolgt. Es wird grundsätzlich parallel zu den Lymphbahnen operiert, das erkrankte Fettgewebe wird somit möglichst schonend und subtotal entfernt. Dies reduziert den Umfang, stellt das Gleichgewicht zwischen Produktion und Abtransport der Lymphe wieder her und legt den Grundstein für mehr Lebensqualität.

Im Anschluss an den ambulanten Eingriff unterstützt ein speziell von der CG Lympha entwickeltes Nachbehandlungskonzept den Heilungsprozess. Die Nachbehandlung begünstigt eine schnellere Abheilung sowie bessere OP-Ergebnisse und ist somit ein wesentlicher Bestandteil der Lymphologischen Liposculptur. Die Operation erfolgt unter lokaler Betäubung bei gleichzeitiger anästhesiologischer Betreuung und gilt als risikoarm. In den meisten Fällen profitieren Betroffene nach einem Eingriff von Beschwerdefreiheit und besserer Mobilität.

Fazit: Lipödem erkennen

Eine sorgfältige Diagnostik ist unverzichtbar, um Beschwerden zu lindern und das Leben von Lipödem-Patientinnen maßgeblich zu erleichtern. Es ist daher besonders wichtig, möglichst frühzeitig ein Lipödem zu erkennen, damit zeitnah entsprechende Therapiemaßnahmen eingeleitet werden können.

 

Wenn Sie Fragen zum Thema Lipödem haben oder eine Liposuktion in Betracht ziehen, ist die CG LYMPHA als Fachklinik für operative Lymphologie gerne für Sie da.

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